Vaterschaft durch indirekte Zustimmung zu Mehrlings-In-Vitro-Fertilisation im Ausland auch gegen erklärten Willen des (nicht leiblichen) Vaters bei Zwillingsgeburt und nicht legaler Ei-und-Samen-Spende

von Liz Collet

Ein Mann will mit seiner Ehefrau ein Kind im Wege der In-Vitro-Befruchtung bekommen. Zunächst.

Die Ehe der beiden endet jedoch, bevor es dazu kommt.

In der Folgezeit wird die Frau schwanger, bekommt Zwillinge im Wege der In-Vitro-Fertilisation. Damit war der Mann nicht einverstanden. Es kommt zu einem ungewöhnlichem Vaterschaftsstreit, weil der Mann geltend macht, nicht mit der Zeugung und Geburt mehrerer Kinder, sondern nur einen Kindes einverstanden gewesen zu sein. Nur für eine solche, also die Einpflanzung EINER befruchteten Eizelle habe er eine Einverständniserklärung erteilt.

Tatsächlich hat seine Ex-Frau in der Klinik gelogen, in welcher sie den Eingriff vornehmen und sich zwei befruchtete Eizellen einpflanzen ließ. Im Dezember 2012 folgte die Geburt eines Jungen und eines Mädchens.

Über den bis zum Högsta domstolen, den Obersten Schwedischen Gerichtshof von dem Mann geführten Vaterschaftsstreit hat gestern dieser die bereits in den Vorinstanzen vertretene Auffassung der Gerichte bestätigt, der Mann habe mit seiner Einverständniserklärung zu der künstlichen Erzeugung (”Consent of Eggdonation Treatment”) indirekt auch in eine Mehrfachgeburt eingewilligt.
Der Oberste Gerichtshof stellte dabei erkennbar die Interessen der Kinder ab und formulierte in seiner Entscheidung, das “Interesse, kein Vater von Zwillingen sein zu wollen” könne “auf keinen Fall gegenüber dem Interesse des Kindes überwiegen, einen Vater zu haben”.

Der Mann hatte argumentiert, die Vermutung der Vaterschaft noch während der Ehe geborener Kinder, sei aufgehoben. Er sei nicht der biologische Vater der Kinder und weil er nur die Behandlung mit einem Embryo gewollt und keine Zustimmung zu meheren Kindern gegeben habe, sei er nicht Vater beider ...

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