Mir muss es nicht gefallen…

von Gerfried Braune

…als Mediator, was die Parteien als Einigung finden. Es ist die Einigung der Mediandinnen und Medianden und diesen muss die Einigung gerecht und fair erscheinen und ihnen muss der Inhalt der Vereinbarung gefallen. In den Ausbildungsseminaren für angehende Mediatorinnen und Mediatoren weise ich darauf immer hin. Gerade Juristen fällt es oft schwer, die Vertragsfreiheit der Medianden tatsächlich ernst zu nehmen, vor allem, wenn diese kreativ und ungewöhnlich sind und vom üblichen (durch die Gerichte vorgegebenen) Schema abweichen.

Es ist immer die Rede davon, dass ein Mediationsverfahren ergebnisoffen ist. Das gilt in aller Regel zumindest am Beginn der Mediation nicht für die Mediandinnen und Medianden, die ihre Vorstellungen von ihren Ansprüchen durchsetzen wollen. Es ist eine Forderung, die sich vor allem an die Mediatorinnen und Mediatoren richtet. Gerade Mediatorinnen und Mediatoren, die aus Beratungsberufen kommen, sind es meist gewohnt oder haben die Erwartung an sich selbst, möglichst eine Lösung des an sie herangetragenen Problems aus dem Ärmel zu schütteln. Eine Mediatorin oder ein Mediator darf das gerade nicht tun und er muss sich auch aktiv davon frei machen, eine Lösung für richtig zu halten. Tut er/sie das nciht, so steuert er unbewusst die Medianden auf das von ihm gewünschte Ergebnis hin und das soll und darf nicht sein ...

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