Staatsanwältin im Sperrbezirk mit Prostituierter verwechselt

von Andreas Stephan

Skandal im Sperrzebirk! Einem 51-jährigen Düsseldorfer ist Mitte Juli 2015 eine folgenschwere Verwechslung passiert. Er wollte einer Dame Geld gegen Sex anbieten. Dumm nur, dass diese zufällig Staatsanwältin und keine Prostituierte ist. Nun kam es deswegen auch noch zu einer Gerichtsverhandlung vor dem Amtsgericht Düsseldorf. Der Mann ging am einem Juliabend in der Charlottenstraße in Düsseldorf spazieren, sah kurz vor Mitternacht eine junge, blonde Dame vor sich und sprach diese mit der Absicht an, ihr Geld gegen Sex anbieten zu wollen. Dabei ging der Mann schlicht und ergreifend davon aus, dass die Dame eine der zahlreichen Prostitutierten sei – wie üblich in dieser Straße um diese Uhrzeit. Falsch gedacht: Es handelte sich um eine 34-jährige Staatsanwältin, die mitternachts sogar auch noch dienstlich unterwegs war – Sie begleitete Mitarbeiter des Ordnungsamtes bei der nächtlichen Streife im Sperrbezirk, weil sie sich ein Bild von der illegalen Prostitution dort verschaffen wollte.

Nachdem der Mann der jungen Staatsanwältin nicht mehr von der Seite gewichen war, kam zufälligerweise gerade zu diesem Zeitpunkt auch noch ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes zurück zu der Staatsanwältin. Dabei konnten dann die Personalien des Mannes festgestellt werden. Wenige Tage später erhielt er ein Bußgeld über 250 Euro plus 37 Euro Verwaltungskosten wegen Verstoßes gegen § 7 der ordnungsbehördlichen Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in der Landeshauptstadt Düsseldorf (“Im Sperrbezirk ist es untersagt, zu Prostituierten Kontakt aufzunehmen, um sexuelle Handlungen gegen Entgelt zu vereinbaren.”)

Dagegen legte er Einspruch ein, sodass der Fall mündlich vor dem Amtsgericht Düsseldorf verhandelt wurde, nachdem das Ordnungsamt den Bußgeldbescheid aufrechterhalten wollte ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK