Schokoladen-Weihnachtsmann stellt Sicherheitsrisiko im Gefängnis dar

von Andreas Stephan

In der JVA Rosdorf (Niedersachen) hat ein Insasse einen Schokoladen-Weihnachtsmann von seinen Eltern als Geschenk erhalten, durfte diesen aber nicht entgegennehmen – aus Sicherheitsgründen (!). Der Schoko-Weihnachtsmann kam nie in der Zelle des Sicherungsverwahrten an, nachdem ihm seine Eltern diesen zu Weihnachten 2014 als Päckchen per Post zugesendet hatten. Die JVA war der Ansicht, dass das handelsübliche Produkt die Sicherheit des Gefängnisses beeinträchtigen würde, denn der Weihnachtsmann sei “ein Hohlkörper und deshalb dazu geeignet, verbotene Gegenstände wie etwa Sim-Karten oder Drogen in die Anstalt einzubringen“.

Es habe zwar eine Beschnüffelung durch einen Drogenspürhund gegeben, welcher nichts finden konnte und es habe auch eine Durchleuchtung per Röntgengerät stattgefunden, welche ebenfalls ohne Auffälligkeiten verlief. Allerdings sei damit noch nicht mit abschließender Sicherheit geklärt, dass der Weihnachtsmann ungefährlich sei. Das Röntgengerät könne zum Beispiel zwar die farbige Aluminiumhülle des Weihnachtsmannes “farblich differenziert” darstellen, es könne aber nicht die organische Masse von Schokolade von der organischen Masse Rauschgift unterscheiden ...

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