Keine Heizkostennachzahlung bei rechnerischer Ermittlung des Verbrauchs

Das Amtsgericht Stralsund hat durch Urteil entschieden, dass Vermieter keine Nachzahlung in der Heizkostenabrechnung fordern dürfen, wenn der Verbrauch des gesamten Hauses durch den Vermieter beim Versorger in den Vorjahren nicht abgelesen, sondern "rechnerisch ermittelt" wurde. Dies führe zu einer Verzerrung des Verbrauchs, bei dem nicht ausgeschlossen werden könne, dass die Mieter Nachzahlungen zu leisten hätten, die sich aus einem Verbrauch von weit mehr als einem Jahr ergäben, so das Gericht (AG Stralsund, Urteil vom 25.08.2015, Az. 13 C 159/15). Hintergrund ist, dass der Vermieter nach Gesetz verpflichtet ist, jährlich über geleistete Vorauszahlungen für Betriebs- und Heizkosten abzurechnen, § 656 Abs. 3 BGB. Die verbrauchsabhängigen Kosten sind durch Ablesung zu ermitteln, sofern das Haus mit Zählern ausgerüstet ist, das bestimmt die Heizkostenverordnung. Von der erforderlichen Ablesung darf der Vermieter nur in Fällen abweichen ...Zum vollständigen Artikel


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