Strafverteidiger Braunschweig

von RA Kai Hertweck
27.10.2015

Der "Sirius-Fall" des BGH

Was heute ´Leben auf dem Mars´ist, war 1973 ein Überleben auf dem Planeten Sirius


Wer denkt, das Studium der Rechtswissenschaften ist eine staubtrockene Angelegenheit, der sei auf das Strafrecht - nicht auf das Nachmittagsprogramm mit Barbara Salesch - verwiesen. Im Strafrecht gibt es das prelle Leben und allerhand Kuriositäten.
In der strafrechtlichen Juristenausbildung gibt es aber zwei Fälle des BGH, die herausragende Beispiele dafür sind, das auch in unserer modernen Welt noch jeden Tag eine Dumpfbacke aufsteht.

Zugegeben, des festgestellte Sachverhalt des Landgerichts ist sehr ausführlich, aber die Lektüre lohnt!
Das Urteil des BGH kann nachgelesen werden in BGHSt 32, 38 f. oder HIER


Im Jahre 1973 oder 1974 lernte der Angeklagte in einer Diskothek die 1951 geborene Zeugin H... T... kennen, die "damals noch eine unselbständige und komplexbeladene junge Frau" war. Sie entwickelte zu dem vier Jahre älteren Angeklagten eine intensive Freundschaft, in der sexuelle Kontakte unwesentlich blieben. Gegenstand der Beziehung waren hauptsächlich Diskussionen über Psychologie und Philosophie, die bei Treffen im Abstand von einigen Monaten und bei häufigeren, manchmal mehrere Stunden dauernden Telefongesprächen geführt wurden. Im Laufe der Zeit wurde der Angeklagte zum Lehrer und Berater der Zeugin in allen Lebensfragen. Er war immer für sie da. Sie vertraute und glaubte ihm blindlings.
Im Verlaufe ihrer zahlreichen philosophischen Gespräche ließ der Angeklagte die Zeugin wissen, er sei ein Bewohner des Sterns Sirius. Die Sirianer seien eine Rasse, die philosophisch auf einer weit höheren Stufe stehen, als die Menschen ...
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