Welcher Versicherer für den Unfall eines Landwirts zuständig ist

Das Oberlandesgericht (OLG) Oldenburg hat mit Urteil vom 16. April 2015 (Az.: 1 U 81/14) entschieden, dass ein Landwirt, der auf seinem Hof durch ein Fahrzeug eines Lieferanten verletzt wird, ggf. nur seine Berufsgenossenschaft und nicht den Kfz-Haftpflichtversicherer des Lieferanten in Anspruch nehmen kann.

Ein Landwirt hatte geklagt, dem von dem Beklagten Schweine geliefert werden sollten. Am Tag der Anlieferung fuhr der Lkw-Fahrer des Beklagten das Fahrzeug mit heruntergelassener Ladeklappe an die Stalltür des Klägers heran. Dieser öffnete im gleichen Augenblick von innen die Tür. Die wurde jedoch durch die Ladeklappe wieder zugedrückt und dabei der linke Arm des Klägers eingequetscht. Die hierdurch erlittenen Verletzungen waren so schwerwiegend, dass der Kläger seit dem Unfall arbeitsunfähig ist.

Vor dem Osnabrücker Landgericht klagte der Landwirt zunächst auf Feststellung, dass der Lieferant bzw. dessen Kfz-Haftpflichtversicherer die Folgen des Unfalls zu tragen habe.

Das sahen die Richter ebenso, gingen unter Berücksichtigung eines Mitverschuldens von einer Haftungsquote von 75 % zu Lasten des Beklagten aus ...

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