Umschuldung durch Widerruf ohne Vorfälligkeitsentschädigung

Die Umschuldung durch Widerruf von Immobiliendarlehen ist ein Thema, welches sowohl Verbraucher als auch Banken seit geraumer Zeit beschäftigt. Per Gesetz sind Banken verpflichtet, Verbraucher darüber zu belehren, dass diesen nach Abschluss eines Darlehensvertrages ein zweiwöchiges Widerrufsrecht zusteht.

Der Gesetzgeber hat den Banken für die Formulierung dieser Belehrung ein Muster zur Verfügung gestellt, welches die Banken übernehmen konnten. Viele Banken haben jedoch diese Vorlage abgeändert und Ihre eigenen Formulierungen in die Widerrufsbelehrung aufgenommen. Diese Formulierungen erfüllen jedoch nur in seltenen Fällen die Anforderungen des Gesetzgebers.

Es ist dem Verbraucher dann häufig unmöglich die Voraussetzungen oder die Folgen eines wirksamen Widerrufes zu bestimmen. Ein Umstand, der potentiell dazu geeignet ist, den Verbraucher von der Ausübung seines Widerrufsrechtes abzuhalten. Gesetzgeber und Rechtsprechung tragen dieser Gefahr dadurch Rechnung, dass Sie Verbrauchern, welche nicht wirksam über Ihr Widerrufsrecht belehrt wurden, auch heute noch ermöglichen, den Widerruf ihres Darlehensvertrages zu erklären und eine Umschuldung zu günstigeren Zinskonditionen zu erreichen.

Widerruf beim Immobiliendarlehen – und dann?

Hat der Verbraucher den Widerruf seines Darlehensvertrages erklärt, so ist der gesamte Vertrag so rückabzuwickeln, als hätten Verbraucher und Bank den Vertrag niemals abgeschlossen. Dies bedeutet zunächst, dass der Verbraucher den noch offenen Darlehensbetrag an die Bank zurückführen muss. Dies hat in der Regel innerhalb von 30 Tagen nach Abgabe seiner Widerrufserklärung zu erfolgen. Nach diesem Zeitpunkt droht der Anfall von Verzugszinsen.

Die Bank müsste dem Verbraucher diejenigen Zinsen zurückerstatten, welche im Darlehensvertrag vereinbart waren ...

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