Hoher Verlust bei der Deutschen Bank im dritten Quartal 2015 – Was ist die Ursache und wir wirkt sich dies auf den Cashflow aus?

von Carola Rinker

Anfang Oktober 2015 vermeldet die Deutsche Bank laut Aussage der Süddeutschen Zeitung einen erwarteten Verlust für das dritte Quartal in Höhe von 6,2 Mrd. EUR. Ein solcher Betrag ist für die Deutsche Bank keine Kleinigkeit. Doch was ist die Ursache dieses erheblichen Verlustes? Und wie wirkt sich dies auf den Cashflow der Deutschen Bank aus? Diese Fragen sollen in dem folgenden Artikel beantwortet werden.

Grund für den Rekordverlust sind zum einen die hohen Abschreibungen auf Beteiligungen des Konzerns an anderen Unternehmen. Ferner muss die Deutsche Bank einen Großteil des Goodwills der vor einiger Zeit erworbenen Postbank abschreiben. Ein weiterer Grund sind die weiterhin noch ungeklärten Rechtsstreitigkeiten, die zu hohen Rückstellungsbildungen führen.

Betrachten wir zuerst die Abschreibungen auf Beteiligungen und den Goodwill. In diesem Fall kommt es zwar zu einer erheblichen Minderung des Gewinns. Allerdings führen die Abschreibungen nicht zu Auszahlungen, sodass die liquiden Mittel unverändert bleiben. Faktisch könnte man sagen, dass in beiden Fällen vor einigen Jahren zu viel Geld für die Beteiligungen bzw. den Kauf der Postbank bezahlt wurden. Der damalige Kaufpreis richtete sich unter anderem nach Prognosen zukünftiger Erträge. Diese sind immer mit Unsicherheit behaftet. Es stellt sich oft erst nach mehreren Jahren heraus, ob die Investition sich gelohnt hat oder nicht ...

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