Rezension Strafrecht: Die Selbstanzeige

von Dr. Benjamin Krenberger

Rezension Strafrecht: Die Selbstanzeige

Rolletschke / Roth, Die Selbstanzeige, 1. Auflage, C.H. Beck 2015

Von Rechtsanwalt Thorsten Franke-Roericht, LL.M. Wirtschaftsstrafrecht, Frankfurt a.M.

„Für viele Steuerpflichtige dürfte der Weg einer vollständigen Selbstanzeige ohne fachkundige (und kostenpflichtige) Unterstützung kaum noch offenstehen“ – diese Diagnose von Kemper (DStR 2014, 928, 933), die von Rolletschke/Roth gleich im Vorwort (V. Fn. 4) zitiert wird, deutet bereits die Brisanz des Themas an. Der Weg zurück in die Steuerehrlichkeit wurde zuletzt durch die beiden letzten Reformen des Selbstanzeigerechts (2011: SchwarzGBekG; 2014: AOÄndG 2015) erschwert. Die Änderungen werfen zahlreiche Fragen auf, die selbst Berater vor große Herausforderungen stellen. Zudem könnten einzelne Regelungen gegen Verfassungs- und Unionsrecht verstoßen. Das Werk von Rolletschke/Roth will nun Steuerberatern wie Rechtsanwälten eine belastbare Selbstanzeigeberatung bzw. Strafverteidigung ermöglichen.

Beide Autoren sind seit Jahren im Markt der steuerstrafrechtlichen Literatur bekannt. Stefan Rolletschke ist Mitherausgeber eines renommierten Kommentars zum Steuerstrafrecht (Rolletschke/Kemper, Steuerstrafrecht, Luchterhand, Loseblatt), Autor eines Einführungswerks zum Steuerstrafrecht (Steuerstrafrecht, 4. Auflage, Vahlen 2012) und Verfasser zahlreicher einschlägiger Fachaufsätze. Diese „literarische“ Leidenschaft spiegelt auch seine berufliche Profession als (ehem.) Führungskraft in der Steuerfahndung, Lehrbeauftragter für Steuerstrafrecht an einer Universität bzw. Dozent im Bereich der Justiz und Finanzverwaltung wider. David Roth, LL.M. oec., ist ein nicht minder profilierter Autor und Praktiker ...

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