WisteV Moot Court – oder: eine großartige Erfahrung!

von Marc Gutte

Nun war es endlich soweit und das große Finale stand an: die mündliche Hauptverhandlung! Doch eins nach dem anderen. Im Folgenden möchte ich über meine Erfahrungen als Teilnehmer eines Moot Court berichten. Dabei handelte es sich weder um den Philip C. Jessup International Law Moot Court noch um den Willem C. Vis Moot Court, welche beide sehr populär und im Bereich des Zivilrechts, konkreter: im Bereich des Schiedsverfahrensrecht, angesiedelt sind. Im Folgenden geht es um den wirtschaftsstrafrechtlich-strafprozessualen Moot Court, der an der Goethe-Universität in Frankfurt Premiere feierte und maßgeblich unter der Schirmherrschaft des Lehrstuhls um Prof. Matthias Jahn, dem Institut für das Gesamte Wirtschaftsstrafrecht (IGW) der Goethe-Universität sowie der Wirtschaftsstrafrechtlichen Vereinigung e.V. (WisteV) stand.

Der wirtschaftsstrafrechtlich-strafprozessuale Moot Court

Der wirtschaftsstrafrechtlich-strafprozessuale Moot Court ist auf zwei Semester angelegt und beginnt wie jeder Moot Court mit einem Vorbesprechungstermin und einem Bewerbungsverfahren. Durch die Vorbesprechung wurden meine Erwartungen, endlich praktische Erfahrungen sammeln zu können, noch verstärkt und meine Entschlossenheit unbedingt bei diesem Pilotprojekt dabei zu sein, auch nicht durch die umfangreiche Bewerbungsmappe (Anschreiben, Zeugnisse, Lebenslauf, Motivationsschreiben) geschmälert. Im November letzten Jahres erfolgte auf meine Bewerbung hin, dann die heiß begehrte Zusage. Nachdem die Zusammensetzung der Teams ausgelost waren – selbstverständlich konnte man eine Präferenz angeben (ich wählte die Partei des Strafverteidigers) – ging es für die Teams der Staatsanwaltschaft auch schon an die Auswertung der Ermittlungsakte. Der zu bearbeitende Fall entsprach übrigens einem Originalfall, der jedoch durch fiktive Angaben ersetzt wurde. Letztlich arbeiteten wir jedoch mit einem authentischen Aktenstück ...

Zum vollständigen Artikel


  • Goethe-Universität: Übung macht den Anwalt

    fr-online.de - 33 Leser, 3 Tweets - Frankfurter Jurastudenten versuchen sich im fiktiven Prozess an einem Strafrechtsfall, der aus der Praxis stammt. Die Kammer ist dagegen mit Profis besetzt – sogar ein Richter vom Bundesgerichtshof ist dabei.

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK