Postbanker brauchen bei Kälte nicht zu frieren – Pullover erlaubt

von Thorsten Blaufelder

Okt 22

Bei „Kältebelastungen in den Arbeitsräumen von unter 17 Grad“ dürfen Postbank-Beschäftigte Beschäftigte über Hemd oder Bluse auch an die Dienstkleidung angepasste Pullover oder Westen tragen. Dies gilt zumindest für Mitarbeiter des Gemeinschaftsbetriebes der Postbank Filialvertrieb AG und der Postbank Filial GmbH mit ihren insgesamt 86 Filialen in Baden-Württemberg und Bayern, entschied am Mittwoch, 21.10.2015, das Landesarbeitsgericht (LAG) Stuttgart (AZ: TaBV 2/15). Bei Temperaturen über 30 Grad Celsius dürfen danach die Postbank-Mitarbeiter auch krawattenlos arbeiten.

Im verhandelten Fall hatte der örtliche Betriebsrat mit dem Betriebspartner zum Thema Gesundheitsschutz und Raumklima eine Einigungsstelle gebildet. Diese hatte die Pflicht zum Tragen der dienstlichen Krawatte bei hohen Temperaturen gelockert und bei kälteren Temperaturen das Tragen von Pullovern und Westen gestattet.

Doch damit stand die Einigungsstelle im Widerspruch zu einer unternehmensweiten Gesamtbetriebsvereinbarung, die Gesamtbetriebsrat und Arbeitgeber beschlossen hatten. Danach ist jeder Mitarbeiter zum Tragen einer vorgeschriebenen Unternehmenskleidung verpflichtet. Mindestens gehört dazu Hemd oder Bluse sowie Rock und Krawatte ...

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