ESO ES 3.0 – war’s das jetzt?

von Daniel Nowack

In der Vergangenheit ist es rund um die Geschwindigkeitsmessungen mit dem Messgerät ES 3.0 der Firma ESO relativ ruhig geworden. Seit kurzem liegt jedoch ein Urteil des Amtsgerichts Meißen der interessierten Öffentlichkeit vor, welches einige Bewegung in die Frage bringen kann, ob dieses Messgerät noch geeignet dafür ist, Geschwindigkeitsüberschreitungen gerichtsfest zu beweisen. Die Sachverständigengesellschaft VUT hat hierzu bereits ausführlich Stellung genommen. In der dem Urteil (AG Meißen, Urteil vom 29.05.2015, Az.: 13 OWi 703 Js 21114/14) vorausgehenden Hauptverhandlung wurden etliche technische Detailfragen rund um das Messgerät erörtert, auch der ehemalige Entwicklungsleiter der Firma war als Zeuge geladen. Das Ergebnis – ES 3.0 ist kein standardisiertes Messverfahren – lässt sich wie folgt zusammenfassen:

was das Messgerät kann:

  • alle 10 Millisekunden mittels Sensoren Helligkeitsunterschiede erkennen
  • die Helligkeitsunterschiede als Spannungswerte erfassen
  • die Spannungswerte zu vergleichen und statistisch weitgehend ähnliche Spannungswerte zu erkennen
  • die Reihenfolge der Erfassung dieser ähnlichen Spannungswerte feststellen und daraus einen Geschwindigkeitswert bilden
  • errechnen, wann sich ein gleicher Spannungswert in ca ...
Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK