Abnahme von Bauleistungen Was bedeutet Abnahme und warum ist sie so wichtig?

von Gerhard Ostfalk

Immer wieder kommt es zu Unverständnis darüber, dass sich der Architekt gegenüber den Bauherren auf die Abnahme seiner Werkleistung beruft. Die Bauherren sind demgegenüber der Auffassung, dass es eine Abnahme überhaupt nicht gegeben hat. Das Unverständnis beruht oft auf einer falschen Vorstellung von der "Abnahme".

Es ist zu differenzieren. Abnahme bedeutet im rechtlichen Sinne, dass der Auftraggeber erklärt, dass er die vom Architekten erbrachten Werkleistungen als im Wesentlichen vertragsgerecht erbracht ansieht. Dabei ist für diese Abnahmeerklärung keine schriftliche oder mündliche Form erforderlich; sie kann vielmehr auch durch schlüssiges Verhalten erfolgen. Man spricht auch von einer konkludenten Abnahme.

Die Abnahme kann auch konkludent erfolgen

Grundsätzlich kann den Bauherren nur empfohlen werden, eine förmliche und schriftliche Abnahme vom Architektenzu zu verlangen. Dies kann auch im Architektenvertrag bereits vereinbart werden. Besteht aber eine solche Vereinbarung nicht, kann eine schlüssige, konkludente Abnahme auch darin liegen, dass der Bauherr nach (fast) Fertigstellung des Gebäudes in sein neues bezugsfertiges Haus einzieht.

Im Zweifel ist eine eindeutige Vorbehaltserklärung zu empfehlen

Möchte er nicht, dass aus seinem Handeln eine Abnahme abgeleitet werden kann, muss er dies ausdrücklich mit einem eineutig erklärten Vorbehalt deutlich machen. Eine solche Vorbehaltserklärung sollte immer schriftlich festgehalten werden.

Warum ist die Abnahme überhaupt wichtig?

Bis zur Abnahme schuldet der Werkunternehmer oder der Architekt die Erfüllung des Vertrages ...

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