Friseursalon und Kundin verklagen sich gegenseitig

von Stephan Weinberger

15 000 Euro Schadenersatz fordert eine Münchnerin von einem Friseurgeschäft in Obermenzing (Stadtteil der bayerischen Landeshauptstadt München) – “von dem seelischen Schaden ganz zu schweigen”. Der Streit dauert fast schon zwei Jahre. Der Grund: Eine misslunge Hochzeitsfrisur. Die klagende Kundin veröffentlichte vernichtende Bewertungen in Portalen und sozialen Netzwerken. Die Friseurin hingegen legt Beweisbilder einer Videokamera vor und bestreitet die erhobenen Vorwürfe.

Im Friseursalon sind insgesamt vier Kameras installiert. Die Kundin ist darüber gar nicht begeistert, fordert die Löschung des Films. Die Friseurin fordert im Gegenzug, dass die Bewertungen im Internet entfernt werden. Beide verklagten sich gegenseitig vor dem Landgericht München I. Jetzt wurde der Fall verhandelt.

“Ich bin 46 Jahre hatte fast 70 cm gleich langes, gesundes, schönes Haar und noch 6 Tage bis zur Hochzeit”, schrieb die Münchnerin im April 2014 in einem internationalen Bewertungsportal. “1000x habe ich gesagt, dass nur 1 cm geschnitten werden soll.” Die Inhaberin habe ihr aber “bis zu 15 cm” abgeschnitten, außerdem ein Drittel der Haare “in undefinierbarer Weise abgeschoren”. Ihre Frisur sehe nun “total ausgefranst, löchrig und dünn” aus. Und: “Mit den ausgefransten, verschnittenen Haaren musste ich auch noch heiraten.” Sie wisse nicht, ob sie sich “übergeben oder heulen soll. Schlafstörungen, Probleme mit dem Magen sind die Folge”. Es dauere mindestens vier Jahre, bis alle abgeschorenen Haare nachgewachsen seien.

Die Inhaberin des Salons habe persönlich ihre Haare “ruiniert”, danach sei ihr eine Haarverlängerung angeboten worden – “und ich soll die Kosten übernehmen.” Die Kundin ergänzt weiter, der Salonmanager habe ihr und ihrem Mann sogar gedroht ...

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