EC-Karteninhaber haften für Schäden

Kaum jemand kommt heutzutage ohne eine EC-Karte aus und einzelne Geldinstitute bieten sogar an, eine EC-Karte ohne Schufa Auskunft zu erhalten. Da überrascht es nicht, dass sich einige Betrüger auf die praktischen Karten spezialisiert haben. Für die rechtmäßigen Inhaber ist dies auch deswegen ein Problem, weil sie in den meisten Fällen selbst für den entstandenen Schaden haften müssen.

Die Geldinstitute gehen davon aus, dass die Sorgfaltspflicht im Umgang mit Karte und PIN beim Kunden liegt. Geht dieser verantwortungsbewusst mit beidem um, wäre es zum einen deutlich schwieriger für die Betrüger, an PIN und Karte gleichzeitig zu gelangen, zum anderen würde ein Diebstahl schnell auffallen, sodass eine entwendete Karte gesperrt werden könnte, bevor sie missbraucht wird. Grundsätzlich sind die Banken also nicht haftbar, wenn Betrüger Geld mit der EC-Karte abheben. Sie gehen hingegen davon aus, dass ein Schaden, der durch eine gestohlene oder verlorene EC-Karte entsteht, in der Verantwortung des Kunden liegt.

Gestützt wird diese Annahme durch den Bundesgerichtshof. Dieser hat in einem wegeweisenden Fall aus dem Jahre 1997 geprüft, ob es möglich ist, dass die PIN anders als durch grobe Sorglosigkeit des Karteninhabers in die Hände von Betrügern geraten kann. Technische Entschlüsselung, Ausspähen und Sicherheitslücken seitens des Geldinstitutes kamen dabei als Ursache infrage ...

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