Das Problem mit dem Schimmel in der Wohnung…

von Peter Ratzka

Schimmelbildung in Wohnungen ist eines der häufigeren Streitthemen zwischen Mieter und Vermietern. Wer hat den Schimmel zu verantworten? Der Mieter mit falschem Lüftungsverhalten oder der Vermieter, der einfach eine feuchte Bude vermietet hat?

In einem der jüngeren Fälle hier im Hause hatte der Mieter wegen Schimmelbildung die Miete um 50% gekürzt und schließlich fristlos gekündigt. Er behauptete einen Feuchtigkeit des Hauses und somit ein Verschulden des Vermieters. Dieser sah es gänzlich anders und klagte schließlich auf die ausstehende Miete und wollte zudem festgestellt haben, dass die fristlose Kündigung unwirksam ist und bis zum Ablauf der Kündigungsfrist Miete geschuldet wird.

Im Verfahren ebnete der Vortrag Mieters selbst den Weg zu dessen „Untergang“. Denn einerseits teilte er mit, dass er bei Einzug vor etlichen Jahren, nachdem die Wohnung zuvor mehrere Jahre leer stand, keinen Schimmel bemerkt habe. Auch teilte er mit, selbst im Winter regelmäßig für etwa 30 Minuten zu lüften. Schließlich hatte er bestätigt, dass bei einer vorherigen Wohnungsbesichtigung eine Luftfeuchtigkeit von min. 70 – 80% in der Wohnung bestanden habe.

Dies veranlasste das Gericht zu dem eindeutigen Hinweis, dass das Verfahren wohl nur schwerlich zu gewinnen wäre. Das Lüftungsverhalten sei falsch. Die Luftfeuchtigkeit spreche für eine Verantwortlichkeit des Mieters. Die Tatsache, dass die Wohnung nach mehreren Jahren Leerstand zunächst schimmelfrei gewesen sei und anschließend erst nach Einzug des Mieters der Schimmel auftauchte, sprechen ganz besonders stark gegen eine Verantwortlichkeit des Vermieters ...

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