AG München: Zur Namensnennung von Fotografen bei im Internet veröffentlichten Fotos

von Eva Maria Mayer

Eva-Maria Mayer:

Werden Fotografien im Internet veröffentlicht, muss grundsätzlich der erstellende Fotograf namentlich genannt werden, dabei stellt insbesondere die Einräumung der unbeschränkten Nutzungsrechte keinen Verzicht des Fotografen dar. Dies hat das AG München mit Urteil vom 24.06.15, Az.: 142 C 11428/15 (nicht rechtskräftig) laut Pressemitteilung entschieden.

In der Sache ging es um Fotografien, die ein professioneller Fotograf laut Beauftragung im Jahre 2013 von einem Hotel zu einem festen Honorar erstellt hatte. Von den insgesamt 19 Hotelbildern – an welchen der Fotograf dem Hotel die unbeschränkten Nutzungsrechte eingeräumt hatte – wurden 13 der Bilder auf der Internetpräsenz des Hotels und auf weiteren sechs Internetportalen für Hotels verwendet. Weder auf der Webseite noch auf den Hotelportalseiten im Internet wurde allerdings der Name des Fotografen genannt.

Dieser machte daher gegenüber dem beklagten Hotel Unterlassung und Schadensersatz geltend. Das Hotel fügte daraufhin den Namenshinweis bei den streitgegenständlichen Bildern hinzu, die Zahlung eines Schadensersatzes unterblieb jedoch, weshalb der Profi-Fotograf vor dem AG München auf Schadensersatz klagte.

Laut Pressemitteilung gab das Gericht dem Fotografen nunmehr in der Sache Recht und sprach ihm einen Schadensersatz zu.

Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass durch die öffentliche Zugänglichmachung auf der eigenen Webseite (vgl ...

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