Markenrecht: Lacoste Krokodil schlägt Kaiman

von Christian Kramarz

Bekanntheitsgrad des Krokodils im Bereich „Lederwaren, Bekleidungsstücke und Schuhe“ überwiegt

Markenschutz für seine Produkte oder Dienstleistungen anzumelden ist zunächst ein leichtes Spiel,- diesen jedoch für seine gewünschten Waren und Dienstleistungsklassen zu erhalten, ist wiederum ein langer Weg, auf dem eine der Konfliktmarken zurückstecken muss.

So auch bei der aktuellen markenrechtlichen Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (Aktenzeichen T-364/13), bei der die französische Gesellschaft „Lacoste“, erfolgreich gegen die markenrechtliche Anmeldung der polnischen Gesellschaft Eugenia Mocek und Jadwiga Wenta vorging. Diese meldeten einen „Kaimanen“, ein Reptil der Ordnung Krokodile, inklusive dem Schriftzug „Kajman“ für verschiedene Warenklassen, u.A. für „Lederwaren, Bekleidungsstücke und Schuhe“ als Gemeinschaftsmarke an. Da das Lacoste Krokodil besonders in diesen Warenklassen eine bedeutende Verkehrsgeltung erlangt hat, urteilte das Gericht, dass eine Verwechslungsgefahr zwischen den beiden Reptilien nicht auszuschließen sei. Der Kaiman von Moceck und Wenta könnte als eine Variante des bekannten Lacoste-Krokodils wahrgenommen werden und sodann eine irrtümliche Verbindung der beiden Unternehmen zueinander vermuten lassen ...

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