Kündigung – Geltungsbereich und Fristen

Kaum ein Bereich im Arbeitsrecht betrifft Arbeitnehmer so direkt und mit so einschneidenden Folgen wie das Kündigungsschutzgesetz. Liegt eine Kündigung vor, ist äußerste Eile geboten, denn die Fristen sind kurz und müssen strikt eingehalten werden.

Das Vorgehen von im Arbeitsrecht spezialisierten Anwälten beschreibt Rechtsanwältin Ina Marie Koplin unter www.kanzlei-koplin.de.

Liegt eine Kündigung vor, prüft sie

  • ob Form- und Fristvorschriften eingehalten werden,
  • ob der Betriebsrat gehört wurde
  • und ob besonderer Kündigungsschutz besteht.

Mit dem Mandanten legt der beratende Rechtsanwalt in vielen Fällen vorsorglich Kündigungsschutzklage ein. Sollten sich beide Parteien – Arbeitgeber und Arbeitnehmer ­ einvernehmlich einigen, kann diese Arbeitsrecht-Klage jederzeit zurückgezogen werden.

Wie wichtig die Einhaltung der KIagefrist ist, zeigt der Fall einer Marketing-Managerin, den das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg am 2. November 2012 entschied1. Am 7. November 2011 erhielt eine Marketing-Managerin die Kündigung. Gut zwei Wochen später, am 25. November, informiert sie den Geschäftsführer über ihre Schwangerschaft. Der letzte Tag für eine fristgerechte Klage war der 28. November, doch die Klägerin reichte eine Klage erst am 16.01.2012 ein, nachdem der Geschäftsführer in einer E-Mail erklärt hatte, er halte die Kündigung weiterhin für wirksam. Nach Gesprächen mit dem Geschäftsführer am 28. und 29. November war die Klägerin noch davon ausgegangen, dass sie in der Firma bleiben könne ...

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