VW-Skandal: Betroffene sollten handeln!

von Nils Finkeldei

Eigentümer, die im Besitz eines Pkw sind, der vom sogenannten Volkswagen-Skandal betroffen ist, sollten zeitnah aktiv werden und den Gang zum Rechtsanwalt nicht auf die lange Bank schieben. Dies aus mehreren Gründen.

Für alle Betroffenen kommen Ansprüche gegen den Hersteller Volkswagen und zusätzlich gegen die Person in Betracht, bei der sie das KFZ erworben haben. Der Verkäufer kann ein Autohändler sein oder eine Privatperson.

Die Ansprüche, die sich gegen den Verkäufer richten, nennt man Gewährleistungsansprüche (nicht zu verwechseln mit möglichen Ansprüchen aus einer Garantie, die sich meistens gegen den Hersteller richten). Sie setzen voraus, dass die Kaufsache bei Übergabe, also bei Auslieferung, einen Mangel (§ 437 BGB) aufwies und dass heute noch keine Verjährung eingetreten ist.

Verjährung tritt in der Regel zwei Jahre nach Erhalt des Kaufgegenstandes ein (§ 438 Abs. 1 Ziff. 3 BGB). Dies bedeutet, dass bis zu diesem Zeitpunkt etwaige Gewährleistungsansprüche in verjährungshemmender Weise geltend gemacht werden müssen. Unproblematisch ist die Geltendmachung von Gewährleistungsansprüchen in verjährungsrechtlicher Hinsicht also dann, wenn die Auslieferung des Kfz nicht bereits mehr als zwei Jahre zurückliegt. Diejenigen Betroffenen, für die die Zweijahresfrist demnächst abläuft, sollten also schon aus diesem Grunde zügig die erforderlichen Maßnahmen ergreifen. Da viel auf dem Spiel steht, sollte unbedingt ein Rechtsanwalt hinzugezogen werden.

Achtung: Bei Gebrauchtwagen kann durchaus im Kaufvertrag vereinbart worden sein, dass die Verjährungsfrist abweichend von der gesetzlichen Grundregel nicht zwei Jahre, sondern lediglich ein Jahr beträgt ...

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