Kündigung weil Arbeitnehmer nicht mit „Puffauto“ fahren wollte

von Peter Ratzka

Wenn sich ein Arbeitnehmer weigert, als sogenannter Verkaufsreisender ein vom Arbeitgeber gestelltes Fahrzeug, welches mit nackten, aus Kaffeebohnen herausragenden Frauenbeinen geschmückt ist, dienstlich zu fahren, rechtfertigt dies zwar keine fristlose, wohl aber eine fristgemäße Kündigung (ArbG Mönchengladbach , Urteil vom 14.10.2015 – 2 Ca 1765/15).

Der Arbeitnehmer wollte besagtes Fahrzeug nicht fahren. Es war, nachdem es eine Zeit lang anders lackiert war, nunmehr neu so gestaltet, dass durch die Lackierung / Folierung trotz geschlossener Tür der Eindruck erweckt wurde, die Tür sei aufgeschoben. Es zeigten sich dann nackte, aus Kaffeebohnen herausragende Frauenbeine mit halb ausgezogenen roten Pumps. An sich ganz schick. Als aber nun auch noch die Radkappen gegen rote Radkappen ausgetauscht wurden, platzte dem Arbeitnehmer offenbar die Hutschnur. Mit einem solchen „Puffauto“ werde er keine Geschäfte machen, entgegnete er seinem Arbeitgeber. Der Arbeitnehmer vermutete offenbar als Hintergrund eine Diskriminierung, da er homosexuell ist ...

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