Fick dich du Wixxer – Cybermobbing unter Schülern

von Clemens Pfitzer

Im Internet, insbesondere in sozialen Netzwerken wie Facebook geht es mitunter rau zu und oftmals auch unter die Gürtellinie. Man muss sich aber nicht alles gefallen lassen, insbesondere auch nicht von seinen Mitschülern, die einen im Internet in übelster Weise mobben. Das Landgericht Memmingen hat dies in einem Urteil nochmal deutlich gemacht.

Ein Schüler war aufgrund seines Übergewichts bereits seit längerem Ziel von Beleidigungen seiner Mitschüler. Hierfür nahm der Schüler bereits psychotherapeutische Hilfe in Anspruch.

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Ein Mitschüler soll schließlich ein Facebook Profil unter dem Namen und mit dem Bild des Schülers ohne dessen Wissen eingerichtet haben. Auf der Webseite fanden sich unter anderem Vorwürfe, dass der Schüler kleine Kinder vergewaltige, eine Bild seiner Scheiße, die Behauptung er habe den Idioten-Kindergarten und die Opfer-Grundschule besucht, er sei ein Fettsack ohne Geschlechtsteil und der solle sich am besten heute noch killen. Der Mitschüler prahlte vor seinen Klassenkameraden mit dem von ihm erstellten Fake-Facebook Profil über den Schüler.

In E-Mails des Mitschülers an den Schüler fanden sich Aussagen wie:

„Fick dich du Wixxer du fetter Zwidder kill dich selber und am besten heute noch!“ „Und du bis häßlich dass ich kptzen muss!!“

„DU FETTSACK OHNE EIN GESCHLECHTSTEIL Fick dich!!!!!“

Der gemobbte Schüler wurde daraufhin stationär psychotherapeutisch behandelt.

Entscheidung des Gerichts wegen Cybermobbing

Das LG Memmingen (Urteil vom 03.02.2015 – Az. 21 O 1761/13) verurteilte den Mitschüler zu Unterlassung und zur Zahlung von EUR 1.500,- Schmerzensgeld.

Nach Auffassung der Memminger Landrichter war der Mitschüler für die Einträge auf Facebook und die E-Mails verantwortlich und mit 12 Jahren auch deliktsfähig ...

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