ArbG Mönchengladbach: Sexistische Kaffeewerbung

von Christian Rolfs

Wir erinnern uns: Der Arbeitgeber (eine Kaffeefirma) gestaltet eines seiner Verkaufsfahrzeuge um, großflächig räkeln sich nun an beiden Seiten des Autos nackte, in roten Highheels steckende Frauenbeine in einem Berg Kaffeebohnen (Foto des Autos hier). Der Arbeitnehmer, immerhin seit 20 Jahren für das Unternehmen tätig, weigert sich, in solch einem Auto seine Arbeit zu verrichten. Prompt erhält er die Kündigung.

Jetzt hat das ArbG Mönchengladbach erstinstanzlich entschieden:

Die außerordentliche Kündigung (§ 626 BGB) ist unwirksam, weil unverhältnismäßig. Der Arbeitgeber hätte vor deren Ausspruch zunächst eine Abmahnung aussprechen und den Arbeitnehmer darauf hinweisen müssen, dass er mit seiner Weigerung den Bestand seines Arbeitsverhältnisses gefährde. Außerdem war es dem Arbeitgeber angesichts des langjährigen und bislang beanstandungsfreien Arbeitsverhältnisses zumutbar, die ordentliche Kündigungsfrist einzuhalten.

Die ordentliche Kündigung zum Jahresende 2015 ist demgegenüber wirksam ...

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