Besteuerung der Gewinnausschüttung

von Udo Schwerd

Die erzielten Kapitaleinkünfte aus der Beteiligung an einer GmbH sind gem. § 32d Abs. 1 EStG grundsätzlich nach dem gesonderten Tarif für Einkünfte aus Kapitalvermögen in Höhe von 25 % abgeltend zu besteuern. Nach § 32d Abs. 2 Nr. 3 EStG besteht jedoch die Möglichkeit, einen Antrag auf Besteuerung unter Anwendung der tariflichen Einkommensteuer zu stellen, wenn der Steuerpflichtige im Veranlagungszeitraum, für den der Antrag erstmals gestellt wird,

  • zu mindestens 25 % an der Kapitalgesellschaft beteiligt ist oder
  • zu mindestens 1 % an der Kapitalgesellschaft beteiligt und beruflich für diese tätig ist.
Besteuerung der Gewinnausschüttung mit persönlichem Einkommensteuersatz

In einem aktuell entschiedenen Streitfall hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 25.08.2015 (VIII R 3/14) entschieden, dass dieses Wahlrecht im Falle der beruflichen Tätigkeit für die GmbH nicht davon abhängig ist, dass der Anteilseigner aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsführung ausüben kann. Darauf kommt es nach den klaren Worten des BFH überhaupt nicht an, vielmehr ist die berufliche Tätigkeit für die GmbH, sei sie auch von untergeordneter Bedeutung, alleine ausreichend ...

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