Debcon droht mit Versagung der Restschuldbefreiung

von RA Stefan Loebisch

Normalerweise berichte ich ja eher unbeeindruckt über die Zahlungsaufforderungen und sonstigen Schreiben der Debcon GmbH, dem Inkassounternehmen aus Bottrop. Dennoch: Jedenfalls nach meinem Empfinden haftet den Schreiben von Debcon gelegentlich ein, wie man in Bayern sagt, „Gschmackl“ an. Aus dem Französischen kommt der Begriff „Hautgout“. Ein neues hier eingetrudeltes Schreiben, in dem Debcon mit einem Antrag auf Versagung der Restschuldbefreiung droht, ist aber nicht mehr lustig, sondern schlechter Stil.

Debcon droht mit Antrag auf Versagung der Restschuldbefreiung

Debcon macht in eigenem Namen – behauptetermaßen nach Forderungsabtretung durch ein Unternehmen, dem wiederum die Forderung durch den ursprünglichen angeblichen Vertragspartner abgetreten worden sein soll – eine Geldforderung für ein Erotik-Online-Portal geltend.

Prüffähige Nachweise für einen wirksamen Vertragsschluss? Auch auf Anforderung durch anwaltliches Schreiben bislang Fehlanzeige. Durchgehender prüffähiger Nachweis der Forderungsabtretung? Ebenfalls Fehlanzeige.

Statt dessen ein Schreiben mit folgendem Inhalt:

„Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanwälte,
mit Ihrer Antwort zum o.g. Aktenzeichen gaben Sie uns die Information des Insolvenzverfahrens Ihrer Mandantschaft.
(…)
Liegen uns wider Erwarten bis zu dem vorgenannten Termin keine ausführlich substantiierte Stellungnahme vor, veranlassen Sie uns unmittelbar bei dem für Ihre Mandantschaft zuständigen Gericht den Antrag auf Versagung der Restschuldbefreiung zu stellen ...

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