AG Geestland verurteilt HUK-COBURG Allg. Vers. AG zur Zahlung der rechtswidrig gekürzten Sachverständigenkosten aus abgetretenem Recht, verweigert aber die Erstattung vorgerichtlicher Anwaltskosten mit Urteil vom 12.8.2015 – 2 C 19/15 (I) -.

von Willi Wacker

Hallo verehrte Catain-Huk-Leserinnen und -Leser,

heute beginnen wir unsere Urteilsreise in Niedersachsen am Amtsgericht Geestland. Die dort Recht sprechende Amtsrichterin hatte über einen Restschadensersatzanspruch aus abgetretenem Recht auf Erstattung restlicher Sachverständigenkosten nach einem Verkehrsunfall zu entscheiden. Wieder war es die HUK-COBURG, die – trotz einhundertprozentiger Haftung – keinen vollständigen Schadebsersatz leistete. Die HUK-COBURG Allgemeine Versicherng AG hatte von den berechneten Sachverständigenkosten in Höhe von 1.015,07 € lediglich 895,– € erstattet. Der Differenzbetrag war Gegenstand des Rechtsstreites vor dem AG Geestland. Die Amtsrichterin hat zu den Sachverständigenkosten alles bestens entschieden. Aber bei den vorgerichtlichen Rechtsanwaltskosten hat sie jedoch „gepatzt“, wie wir meinen. Was denkt Ihr? Lest selbst das Urteil und gebt dann Eure Anmerkungen ab.

Viele Grüße Willi Wacker

Amtsgericht Geestland

2 C 19/15 (I)

Im Namen des Volkes

Urteil

In dem Rechtsstreit

Klägerin

gegen

HUK Coburg Allgem.Vers.AG vertr.d.d.Vorstand Dr. Wolfgang Weiler u.a., Bahnhofsplatz 1, 96444 Coburg

Beklagte

hat das Amtsgericht Geestland im Verfahren gem. § 495a ZPO am 12.08.2015 durch die Richterin am Amtsgericht S. für Recht erkannt:

1. Die Beklagte wird verurteilt, an die Kläger als Gesamtgläubiger 120,07 € nebst Zinsen in Höhe von 5%-Punkten über dem Basiszinssatz seit dem 27. Januar 2015 zu zahlen. Die weitergehende Klage wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Rechtsstreits haben zu 37 % die Kläger und zu 63 % die Beklagte zu tragen.

3. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.

4. Die Berufung wird nicht zugelassen.

Tatbestand

Von der Abfassung des Tatbestandes ist gemäß § 313 a Abs. 1 ZPO abgesehen.

Entscheidungsgründe

Die Klage ist zulässig und teilweise begründet ...

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