Neue Datenbank für Nachhaltigkeitskriterien

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Während vor einigen Jahren die Einführung „vergabefremder Aspekte“ als solche noch heiß diskutiert wurde, haben letztere nicht erst durch die Einführung der Tariftreue- und Vergabegesetze der Länder einen festen Platz in der Beschaffungspraxis vieler Vergabestellen gefunden. Ihre Bedeutung wird darüber hinaus auch durch die Umsetzung der EU-Vergaberichtlinien deutlich zunehmen.

Während Tariftreue & Co. (wenn auch nur bedingt überprüfbar, so doch) recht einfach über Formblätter abbildbar sind, stellen die Anforderungen rund um Nachhaltigkeitskriterien die wohl inhaltlich größte Herausforderung dar.

Das neue Internet-Angebot Nachhaltigkeitskriterien.de hat die Kriterien der wichtigsten Labels ausgewertet und bietet die entsprechenden Anforderungen sortiert nach dem bekannten CPV-Code als Textbausteine für Vergabeunterlagen an. Nachdem wir uns selbst immer wieder mit der Frage beschäftigen, wie die Erstellung von Leistungsbeschreibungen und Ausschreibungsunterlagen weiter elektronisch unterstützt werden kann, haben wir uns mit der zugrunde liegenden Datenbank etwas intensiver auseinandergesetzt. Im Rahmen dieses Blog-Beitrags möchten wir die Datenbank und zudem einige Grundüberlegungen – und damit auch mögliche Vorteile für die Praxis – gerade im Hinblick auf die kommende Vergaberechtsreform vorstellen.

Neue Möglichkeiten durch die EU-Vergaberichtlinie

Auch die EU-Vergaberichtlinie (2014/24/EU) befasst sich mit dem Aspekt der Nachhaltigkeit und sieht in Art. 43 (analog auch Art. 61 der Sektorenrichtlinie) die Verwendung von „Gütezeichen“ vor. So kann für technische Spezifikationen, Zuschlagskriterien aber auch Ausführungsbestimmungen die Einhaltung bestimmter Gütezeichen verlangt werden ...

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