LG München I: Hinweis “Sponsored by” reicht zur Kennzeichnung redaktioneller Werbung nicht aus

von Arno Lampmann

LG München I: Hinweis “Sponsored by” reicht zur Kennzeichnung redaktioneller Werbung nicht aus

Von Arno Lampmann, 7. Oktober 2015

Das Gebot der strikten Trennung von Werbung und redaktionellen Inhalten (§ 4 Nr. 3 UWG) gilt nicht nur für die klassischen Printmedien, sondern auch in der virtuellen Welt.

Redaktionelle Werbung muss als solche erkennbar sein

Es trägt der Erwartung des Lesers und damit des Verbrauchers Rechnung, der im redaktionellen Teil im Allgemeinen eine objektiv-kritische, nicht von gewerblichen Interessen geleitete Information einer unabhängigen und neutralen Redaktion als Beitrag zur Unterrichtung und Meinungsbildung, nicht aber eine in erster Linie von den Eigeninteressen des Werbenden geprägte Reklame erwartet.

Eine relevante Täuschung iSd § 4 Nr 3 liegt stets vor, wenn dem Leser eine entgeltliche Anzeige als redaktioneller Beitrag präsentiert wird. Dies kann gem. den Landespressegesetzen dadurch verhindert werden, dass er Beitrag in der üblichen Weise als „Anzeige“ kenntlich gemacht wird, wenn sie nicht schon durch Anordnung und Gestaltung allgemein als Anzeige zu erkennen ist.

Die Wettbewerbszentrale weist auf Ihrer Internetseite auf ein von ihr erstrittenes Urteil des Landgericht München I (Urteil v. 31.7.2015, Az. 4 HK O 21172/14; nicht rechtskräftig) hin ...

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