Auch für Reiter sind Gerichtsverfahren nicht kostenlos

von Gerfried Braune

Ich bin auch Vorsitzender des Schiedsgerichts der Landeskommission des Pferdesportverbandes Saar. Jeder Pferdesportverband hat eine Landeskommission, die grob gesagt als Aufsicht für Turniere und alles, was damit zusammenhängt, zuständig ist. Das Schiedsgericht ist zuständig für Einsprüche und Ordnungsmaßnahmen. Geregelt ist das alles in der Leistungsprüfungsordnung (LPO) der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).

Anlässlich eines kürzlich abgeschlossenen Verfahrens über einen Einspruch kam im hiesigen Pferdesportverband etwas Unmut auf, als der Einspruchsführer, dessen Einspruch zurückgewiesen wurde, plötzlich feststellen musste, dass das Schiedsgericht der Landeskommission nicht kostenlos arbeitet. Auch die Höhe der Kosten des Schiedsgerichts erregte seinen Unmut.

Ein Blick in die LPO hätte ihn allerdings über das Kostenrisiko aufklären können. Aber – so meine Erfahrung – auch langjährige Turnierreiter schauen nur selten in dieses Regelwerk. Grundsätzlich trägt – wie in fast jedem Gerichtsverfahren – gemäß § 962 Ziff. 1 der LPO der unterliegende Teil die Kosten des Verfahrens. Diese Kosten bestehen aus den Gebühren und den Auslagen des Schiedsgerichts und den notwendigen Auslagen eines Beteiligten, soweit sie zur Rechtsverfolgung erforderlich und geeignet sind (§ 962 Ziff. 2 LPO).

Die Gebühren des Schiedsgerichts richten sich nach den Wertgebühren des RVG ...

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