Yogaunterricht im reinen Wohngebiet – und der Verkehrslärm der Kursteilnehmer

Die Ausübung einer freiberuflichen Tätigkeit wie Yogaunterricht ist in einem renen Wohngebiet erlaubt. Der dadurch verursachte Kraftfahrzeugverkehr ist regelmäßig hinzunehmen, solange die Störungen kein Maß erreichen, das die Zumutbarkeitsschwelle übersteigt.

So das Verwaltungsgericht Trier in dem hier vorliegenden Eilverfahren, mit dem sich eine Yogalehrerin, gegen die Nutzungsuntersagung gewehrt hat. Im Untergeschoss eines Wohnhauses hat die Antragstellerin Räume zur Erteilung von Yogaunterricht angemietet. Nach Beschwerden aus der Nachbarschaft wegen des von den Kursteilnehmern verursachten Kraftfahrzeugverkehrs und Parkverhaltens hatte der Landkreis Bernkastel-Wittlich gegenüber der Antragstellerin eine Nutzungsuntersagung ausgesprochen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, bei der Tätigkeit als Yogalehrerin handele es sich nicht um eine freiberufliche Tätigkeit i.S.d. einschlägigen rechtlichen Bestimmung (§ 13 BauNVO), sondern um eine gewerbliche Tätigkeit, die der Vorschrift nicht unterfalle und die deshalb in einem reinen Wohngebiet nicht zulässig sei. Dagegen hat sich die Yogalehrerin vor dem Verwaltungsgericht Trier gewehrt.

Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts Trier bedürfe der Begriff der freiberuflichen Tätigkeit der Auslegung, wobei auf die Vorschrift des § 18 EStG zurückgegriffen werden könne, in der u.a ...

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