Cyber-Grooming

von Jesko Baumhöfener

Cyber-Grooming i.S.d. 176 Abs. 4 Nr. 3 StGB

Der Vorwurf des Cyber-Groomings wiegt schwer und wird oft erst durch eine Hausdurchsuchung oder hnliche Durchsuchungsmanahmen an den Beschuldigten herangetragen. Aufgrund der Schwere des Vorwurfs ist eine frhzeitige Beratung durch einen qualifizierten Rechtsanwalt oder Fachanwalt fr Strafrecht von enormer Bedeutung.

Was bedeutet Cyber-Grooming?

Der Begriff Cyber-Grooming bedeutet sinngem Vorbereitung oder Anbahnung im Internet. Gemeint ist damit das Vorbereiten sexueller Kontakte durch das gezielte Ansprechen in Foren, Chat-Rooms, sozialen Netzwerken, Messengern oder anderen Plattformen im Internet. Strafbar und daher mageblich prgend fr den Begriff des Cyber-Groomings in Deutschland ist dabei das gezielte Ansprechen von Minderjhrigen im Internet.

Wo ist Cyber-Grooming tatbestandlich geregelt?

Cyber-Grooming wird als gesonderte Begehungsform des sexuellen Missbrauchs von Kindern in 176 Abs. 4 Nr. 3 Strafgesetzbuch (StGB) geregelt. Die Vorschrift wurde eingefhrt, um auch bereits vorbereitende Handlungen vor einer potentiellen Misshandlung eines Kindes oder der Anfertigung von kinderpornografischen Schriften und Bildern unter Strafe zu stellen.

Objektiv begeht Cyber-Grooming, wer auf ein Kind mittels Schriften oder mittels Informations- oder Kommunikationstechnologie einwirkt. Erfasst sind davon insbesondere Telefonate ebenso wie Chats, Emails, SMS, Messenger-Nachrichten und andere online Kommunikationsformen.

Der jeweilige Kontakt muss dabei nicht sexuell geprgt sein. Bereits harmlose Gesprche werden von dem Tatbestand erfasst. Es gengt sogar, dass das Kind eine Nachricht lediglich zur Kenntnis genommen hat.

Damit ist nahezu jede Kontaktaufnahme zu einem Kind per Informations- und Kommunikationstechnologie erfasst ...

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