Kachelmann vs. Bild – Geldentschädigung über 635.000,– € zugesprochen

von RA Tobias Herrmann

Es gibt wohl kaum ein Verfahren, dass medial so intensiv begleitet wurde, wie das Strafverfahren gegen Herrn Kachelmann wg. einer vorgeblichen Vergewaltigung. Auch von der „Bild“-Zeitung, die eine Vielzahl von Beiträgen über Herrn Kachelmann veröffentlichte, die auch seine Privat- und ggfls. Intimsphäre betrafen.

Nachdem die strafrechtliche Aufarbeitung des Falles weitestgehend abgeschlossen ist, setzt sich Herr Kachelmann nun gegen die intensive Berichterstattung zur Wehr und nimmt eine Reihe von Verlagen / Zeitungen auf Geldentschädigung in Anspruch.

Mit Erfolg: Das LG Köln hat nunmehr Herrn Kachelmann einen Betrag von 635.000,– € Euro an Geldentschädigung zugesprochen. Ein außergewöhnlich hoher Betrag, der nach meinem Kenntnisstand so in Deutschland für Persönlichkeitsrechtsverletzungen noch nie zugesprochen wurde.

In einigen Medien wird dieser Erfolg dahingehend relativiert, dass Herr Kachelmann nicht den Betrag – eingeklagt waren wohl um 2 Millionen Euro – zugesprochen bekommen hat, den er begehrte. Teilweise wird gar von eine Niederlage gesprochen ...

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