Betreuerentscheidungen im medizinischen Grenzbereich

Etwa 1,3 Millionen Menschen in Deutschland haben einen Betreuer. Betroffen sind 18-jährige Unfallopfer genauso wie hochbetagte, demente Menschen. Man sollte also bei dem Thema Betreuung nicht einfach abwinken, weil das Problem vielleicht noch weit in der Zukunft liegt – „wenn man dann mal alt ist“. Auch für schwerstverletzte Unfallopfer und deren Angehörige ist das Thema von Bedeutung.

Denn die Meinung, man werde automatisch von den Kindern, Ehegatten oder Eltern vertreten, wenn man selbst seine Angelegenheiten nicht mehr erledigen kann, ist ebenso verbreitet wie falsch. Es sind dann Betreuer oder Vorsorgebevollmächtigte, die an Stelle des Betroffenen unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben Entscheidungen treffen müssen.
Unsere Anwältin Ulrike Böhm-Rößler hat zusammen mit Wolfgang Böhm zu diesem Thema den Ratgeber „Betreuerentscheidungen im medizinischen Grenzbereich“ geschrieben. Das Buch unterstützt Betreuer und Vorsorgebevollmächtigte, Betroffene und auch deren Angehörige vor allem in außergewöhnlichen und kritischen Situationen.

Die „Vertreter“ müssen für die Betroffenen Entscheidungen treffen. Dies kann für Berufsbetreuer ebenso schwierig sein wie für Angehörige, die als Betreuer bestellt wurden oder eine Vorsorgevollmacht vorweisen können. Wenn es um folgenreiche oder gar lebensentscheidende Probleme geht, werden Angehörige in der Regel emotional berührt sein und vor der Verantwortung zurückschrecken. Oftmals können aber auch nur Angehörige wissen, zu welcher Entscheidung der Betroffene gekommen wäre.

Die Bandbreite der Entscheidungen, die für einen Betroffenen zu fällen sind, reicht von ganz alltäglichen Geschäften über Ärztliche Zwangsmaßnahmen, risikoreiche medizinische Behandlungen bis hin zu lebenserhaltenden Maßnahmen ...

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