4 Fehler bei der Markenanmeldung

von Dr. Meyer-Dulheuer & Partners LLP

Eine Marke soll sich in erster Linie von anderen abheben und das Besondere an einem Unternehmen hervorheben. Dies kann eine Dienstleistung sein, eine bestimmte Philosophie oder ein Produkt. Doch so manch scheinbar pfiffige Idee für eine Marke wurde nach der Markenanmeldung vom Deutschen Patent- und Markenamt ausgebremst, weil sie nicht an den sogenannten absoluten oder relativen Schutzhindernissen vorbei kam. Welche diese Schutzhindernisse sind und warum man sich nicht nur auf die Prüfung durch das Amt verlassen sollte, können Sie zusätzlich in diesem Artikel nachlesen. Heute nennen wir Ihnen einige Beispiele, damit Sie sich ein genaueres Bild davon machen können, welche Ideen für eine Marke vermutlich zum Scheitern verurteilt sind.

1. Eine gute, einfache Idee zahlt sich aus – aber zu einfach sollte es auch nicht sein

Der Schutz einer Marke dient dazu, Ihre Produkte und/oder Dienstleistungen zu kennzeichnen und Ihr Unternehmen vor Nachahmern zu schützen. Ähnlich wie die Firmenphilosophie, auch Mission Statement genannt, stellt eine Marke die Besonderheit Ihres Produkts dar, nur eben auf verkürzt symbolhafte oder ikonische Weise. Nehmen wir beispielsweise die Wort- bzw. Bildmarke des Konzerns Apple. Steve Jobs‘ Idee für das Logo, das er entwerfen ließ, hat verschiedene Ursprünge. Einer ist ganz besonders wichtig, und zwar, dass Jobs früher in einem Apfelgarten als Pflücker arbeitete. Dieses biografische Detail passt gut zu unserem Bild von Steve Jobs, der seine Präsentationen, anstatt im Anzug, mit Jeans und Rollkragenpulli hielt und somit immer sehr bodenständig wirkte. Und dies ist schließlich auch das Produkt, das Apple bietet: technisch hochwertige Computer und digitale Angebote, deren einfache Zugänglichkeit und Bedienbarkeit die Hauptfaktoren des Erfolgs des Konzerns sind.

Der schmale Grat zwischen Einfachheit und Originalität, auf dem man bei der Markenanmeldung wandert, äußert sich vor allem in der Unterscheidungskraft ...

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