LG Köln: 450,- EUR Schadensersatz für Hörbuch bei P2P-Urheberrechtsverletzungen

Für das illegale Anbieten eines Hörbuch in einer P2P-Tauschbörse kann der Rechteinhaber einen Schadensersatz iHv. 450,- EUR verlangen (LG Köln, Urt. v. 06.08.2015 - Az.: 14 S 2/15).

Die Vorinstanz, das AG Köln ()Urt. v. 17.12.2014 - Az.: 125 C 645/14) war nur von einer Summe von 25,- EUR ausgegangen. Das AG hatte dabei insbesondere argumentiert, dass dem einzelnen Tatbeitrag keine erhebliche Bedeutung beikäme, da das Werk ohnehin durch Dritte veröffentlicht worden wäre.

Im Rahmen der Berufung korrigierte nun das LG Köln den Schadensersatz-Betrag deutlich nach oben und erteilte der Argumentation der Vorinstanz eine klare Absage.

Bereits der Annahme des Amtsgerichts, der Beitrag des einzelnen Teilnehmers an Filesharing-Tauschbörsen sei unerheblich, sei nicht nachvollziehbar. Denn irgendwann müsste das betreffende urheberrechtlich geschützte Werk erstmalig überhaupt zum Download angeboten worden sein. Es sei nicht erkennbar, aufgrund welcher Anhaltspunkte das Amtsgericht davon ausgehe, dass der Beklagte nicht zu diesem Ersttäter-Kreis gehöre ...

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