Geldentschädigung & Schmerzensgeld im Fall Kachelmann – worum geht es?

von Karsten Gulden

Das Landgericht Köln hat Jörg Kachelmann 635.000 Euro zugesprochen – Schmerzensgeld, wie es in den Medien heisst. Gemeint ist wohl eine Geldentschädigung aufgrund der Wort- und Bildberichterstattung des Axel-Springer-Verlages. Rechtlich ist das alles in Ordnung und noch viel zu wenig?!

Betrachten wir die Causa Kachelmann objektiv und nüchtern. Worum geht es in dem ganzen Trubel?

Im Fall Kachelmann geht es vor dem LG Köln nicht um strafrechtliche Belange, sondern allein um das Äußerungsrecht – um das Recht der Wort- und Bildberichterstattung.

Es geht um Persönlichkeitsrechte und Kachelmann begehrt eine Entschädigung für die Folgen einer negativen Kampagne durch die Medien. Das ist möglich, wenn anderweitig keine Abhilfe geschaffen werden kann – eine Abwehr der Kampagne war nicht möglich – und der Eingriff ist auch fundamental. Diese Fundamentalität kann im Fall Kachelmann zweifelsohne angenommen werden, da journalistische Grenzen überschritten wurden. Kachelmann, der sich durch die Berichterstattung im Prozess gegen ihn in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt sah hat also lediglich die ihm zustehenden rechtsstaatlichen Mittel zum Schutz seiner Persönlichkeitsrechte genutzt. Das darf er ...

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