Mietnomaden – so können Sie sich schützen

Trotz der Mietrechtreform von 2013 besteht das Problem des Mietnomadentums weiterhin. Mietnomaden sind Personen, die eine Mietwohnung beziehen, ohne die entsprechende Miete zu entrichten und nach Aufdeckung in die nächste Mietwohnung ziehen, ohne die aufgelaufenen Mietschulden zu begleichen. Diese Praktiken schaden den Vermietern nicht nur durch ausfallende Einnahmen. Die Wohnungen werden oft in einem verdreckten und renovierungsbedürftigen Zustand zurückgelassen. Durchschnittlich sind 6 Monate Mietausfall und die Kosten für das Gericht der anfallende Schaden. Da nicht nur sozial schwache Personen, sondern auch professionelle, unscheinbare Betrüger zum Täterkreis zählen, kann dieser Schadensfall bei nahezu jedem Vermieter eintreten.

Grundlegend: Der Prozess der Zwangsräumung

Wenn einmal ein Mietzahlungsverzug von mindestens zwei Monaten festgestellt wurde, ist der Mieter zunächst derart geschützt, dass ein Vermieter nur mit hohen Hürden eine Zwangsräumung veranlassen kann. Hierzu ist zunächst ein Vollstreckungstitel bzw. Räumungstitel notwendig, meist in Form einer klaren Formulierung, die den Bewohner auffordert die Wohnung herauszugeben, geprüft und bestätigt vom örtlichen Amtsgericht. Diese wird bei dem zuständigen Gerichtsvollzieher eingereicht, der erneut prüft, ob die Voraussetzungen für eine Zwangsräumung gegeben sind. Weiterhin muss der Vermieter für die entstehenden Kosten der Räumung, oft im vierstelligen Bereich, in Vorkasse gehen. Gleichzeitig hat der Mieter die Möglichkeit, Vollstreckungsschutz zu beantragen. Kommt es zur Räumung, mussten bisher alle Gegenstände aus der Wohnung geschafft werden, wobei Speditions- und Lagerkosten entstanden ...

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