Aktionsbüro Mittelrhein - 10 kleine Negerlein

von Kerstin Rueber


Die heutzutage politisch völlig inkorrekten 10 kleinen Negerlein, die in meiner Kindheit noch fester Bestandteil des Liederbuchs waren und nach denen eine deutsche Ausgabe eines Kriminalromans von Agatha Christie tituliert wurde, sind ein Zählreim mit 10 Strophen, in dem je nach Ausgestaltung ein Negerlein nach dem anderen das Zeitliche segnet, so dass am Ende keines mehr da ist (eine eher strafrechtliche Variante) oder aber das letzte Negerlein flugs eine Großfamilie gründet, die den 10-er Bestand wieder herstellt (also was für die Familienrechtler).


An diesen Zählreim erinnert mich Dasjenige, was sich unlängst im ABM-Verfahren vor der Staatsschutzkammer des Landgerichts Koblenz ereignete. Ein weiterer Schöffe wurde erfolgreich wegen Besorgnis der Befangenheit abgelehnt und wird daher nicht weiter an der Hauptverhandlung teilnehmen.


Doch von Anfang an:


Man startete im August 2012 mit drei Berufsrichtern, einem Ergänzungsrichter, zwei Hauptschöffen und zwei Hilfsschöffen. Hintergrund einer solch großen Besetzung ist, dass bei auf längerer Zeit angelegten Verfahren stets damit gerechnet werden muss, dass ein Richter beispielsweise wegen Erkrankung ausfällt mit der Folge, dass das Gericht bei Minimalbesetzung dann nicht mehr ordnungsgemäß besetzt wäre und der Prozess von vorne begonnen werden müsste.


Schon recht zeitig, nämlich am Nikolaustag des Jahres 2012 war das Klassenziel für einen der Hauptschöffen erreicht – er hatte den beiden Staatsanwälten eine Freude machen wollen, indem er ihnen je einen Schokoladennikolaus auf den Tisch gestellt hatte ...

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