Hamburg: F2D2 ist kein SciFi-Roboter - Feldversuch Testgeräte

von Joachim Breu
In der letzten Woche wurden auf Hamburgs Straßen Geräte getestet, die einen Verdacht auf Drogeneinfluss verlässlicher bestätigen sollen als ein erfahrener Polizist alleine. Künftig sollte man bei F2D2 nicht an StarWars (tm) denken, DDS2 beschreibt keine EDV-Speichertechnologie und TruNarc ist auch kein Schreibfehler. Es geht um hohe Technik für den Alltags- und Straßengebrauch. Zwischenergebnis der "DIS-Woche" 2015: Drei Tage, 3.200 kontrollierte Fahrzeuge mit 3.610 überprüften Personen - 122 Blutproben. Die Polizei behauptet, eine Steigerung des Drogenkonsums im Straßenverkehr feststellen zu können.

Wird aus einem Verdachtsfall eine Straftat, folgt der Verlust der Fahrerlaubnis auf dem Fuße Tatsächlich gehen wir mit anderen Drogen als Alkohol hart um. Nach Anlage 4 der Fahrerlaubnis-Verordnung genügt schon die einmalige Auffälligkeit. Nur Kiffer haben eine Chance, wenn sie zumindest Alkohol vermeiden und es schaffen darzustellen, dass sie nur gelegentlich konsumieren und niemals vor der Benutzung eines Kraftfahrzeugs. Alle anderen müssen durch die Ochsentour eines Entzuges mit anschließender, wenigstens einjähriger Abstinenz. Gefolgt von späteren, regelmäßigen Kontrollen. Nicht erstaunlich daher, dass effektive Strafverteidigung viel früher einsetzen muss: Nämlich am Straßenrand ...

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