Abgas-Affäre bei VW: Was kommt jetzt auf tatsächlich oder scheinbar involvierte Manager zu?

Die inzwischen eingestandene Manipulation von Abgasmessungen bei VW schlägt hohe Wellen: Der VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn ist zurückgetreten, nicht ohne zuvor eine „umfassende Aufklärung“ angekündigt zu haben.

Spätestens seit der Aufdeckung weitreichender Schmiergeldzahlungen durch Siemens und verstärkt durch eine Reihe von Skandalen während der Finanzkrise ist es üblich geworden, dass betroffene Unternehmen intensive interne Untersuchungen durch externe Beratungsfirmen, insbesondere Anwaltskanzleien und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, durchführen lassen. Dies scheint sich auch bei VW anzubahnen.

Werden derartige Untersuchungen vorgenommen, werden sämtliche Erkenntnisquellen ausgeschöpft, insbesondere jedoch werden Geschäftsführer und Mitarbeiter aus (möglicherweise) betroffenen Unternehmensbereichen mit umfänglichen Fragelisten konfrontiert und – ergänzend dazu – zu persönlichen Befragungen "gebeten". Die meisten werden diese "Bitte" wohl klar als "Vorladung" betrachten, ist doch die Teilnahme in vielfacher Hinsicht heikel, wenn nicht gar riskant und mit vielerlei Fragen behaftet: Müssen sie überhaupt an solchen Untersuchungen mitwirken und müssen sie Fragen beantworten? Können sie die Auskunft verweigern, wenn zu befürchten ist, sich mit Antworten selbst zu belasten? Und insbesondere: Dürfen sie rechtlichen Beistand hinzuziehen und wer bezahlt diesen?

Für Geschäftsführer und leitende Angestellte ist zentral, sich solchen Untersuchungen und Befragungen nicht ohne juristischen Beistand zu stellen, denn auch eine nur gutgemeinte Antwort kann einen Fahrlässigkeitsvorwurf untermauern.

Schon vorher sollten sie sich vergewissern, ob eine D&O-Police vorhanden ist und welchen Schutz diese gerade in unternehmensinternen Untersuchungen bietet ...

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