Gefakte Pornobilder ins Internet gestellt – OLG Oldenburg spricht Opfer 15.000 Euro Schmerzensgeld zu

von RA Tobias Herrmann
Rainer Sturm / pixelio.de

Es gibt in der anwaltlichen Praxis immer wieder Fallkonstellationen bei denen ich nur den Kopf schütteln kann. Über eine solche Konstellation berichteten die Kollegen der Kanzlei Kopp Rechtsanwälte. Es geht um Fake-Pornobilder im Internet.

In dem dem OLG Oldenburg vorliegenden Sachverhalt war es offenbar so, dass der Beklagte in Pornobilder das Gesicht und den Kopf der Klägerin montiert, die Bilder ins Internet gestellt und die Bilder unter voller Namensnennung der Klägerin mit Kommentaren wie “…draußen ficken” und “…zum ficken geil” versehen hatte, wie der Kollege Dr. Bahr berichtet.

Bei einer derartig glasklaren Rechtsverletzung, fällt es mir fast schwer, darauf hinzuweisen, dass die Veröffentlichung von Nacktbildern eine schwere Persönlichkeitsrechtsverletzung darstellt. Nacktbilder gehören in aller Regel zum Bereich der Intimsphäre, deren Schutz absolut ist.

Die Schwere der Rechtsverletzung wird auch nicht wirklich dadurch gemildert, dass “nur” eine Fotomontage vorgenommen wurde und somit jedenfalls der Körper der Klägerin nicht “wirklich” dargestellt wird ...

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