Kaffeekannenhersteller zahlt Schmerzensgeld nach Brühunfall

von Stephan Weinberger

Bei der Zubereitung einer Kanne Kaffee verbrühte sich eine Frau schwer, verklagte den Hersteller unter dem Vorwurf einer Fehlkonstruktion. Ein Gutachter fand kein eindeutiges Ergebnis. Vor dem Amtsgericht Augsburg verglichen sich die Parteien schließlich auf ein Schmerzensgeld.

Bei einer Kaffeehandelskette erwarb die Klägerin einen Kaffeebereiter, bei welchem der untere Teil des Deckels mit einem Stab nach unten gedrückt wird. Beim Versuch, den Kaffee aufzubrühen, verkantete sich jedoch der Kunststoffdeckel und zerbach im Bereich des Stabes. Die Folge: Das kochend heiße Kaffewasser spritzte aus dem Bereiter, verbrühte die Frau und beschädigte die Küchenwände.

Die Klägerin musste in die Notaufnahme und war insgesamt zehn Tage krank geschrieben. Vor dem Amtsgericht Augsburg forderte sie vom Hersteller 3.000 Euro an Schmerzensgeld sowie 250 Euro Schadensersatz für die Wiederherstellung sauberer Wände und Reinigungsarbeiten in der Küche. Die beklagte Firma lehnte eine Haftung ab, mithin bestritt sie die Forderung. Angeboten wurde lediglich die Erstattung des Kaufpreises in Höhe von 24,95 Euro. Der Klägerin wurde entgegen gehalten, sie habe die Kanne nicht ordnungsgemäß nach Bedienungsanleitung benutzt ...

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