Unterhaltsvorschuss – nur ein zeitlich limitierter Schutz vor Kinderarmut?

von Liz Collet

So mögen es manche betroffene Elternteile empfinden und erleben, die

  • von unterhaltspflichtigen Elternteilen keinen Kindesunterhalt durchsetzen können, weil dieser nicht zahlen kann oder nicht freiwillig zahlt,
  • keine oder allenfalls Teilzeit-Tätigkeit wegen ihrer Kinder ausüben (können)
  • und nach Ablauf von 6 Jahren Unterhaltsvorschusszahlungen durch den Staat oder mit Erreichen des 12. Lebensjahres keinen Unterhaltsvorschuss mehr erhalten.

Mancher wird hier einwenden, dass diese Bezugsdauer immerhin bis zu einem Alter gewährt werde, in welchem Alleinerziehende mindestens Teilzeittätigkeiten ausüben können, bereits vorher Anspruch auf KiTa- und KiGa-Plätze haben und ab dem 12. Lebensjahr auch mehr als nur geringfügige oder Teilzeittätigkeiten ausüben können und könnten und sollten (auch im eigenen Interesse und für die Altersversorgung). Doch wird diese theoretische Gedankenführung oftmals der Lebenswirklichkeit wenig gerecht, wo je nach Zahl der Kinder, erreichbarer Beschäftigungsmöglichkeiten und erforderlicher Vereinbarung mit der Betreuung der Kinder unterschiedlichen Alters praktische finanzielle Unabhängigkeit von Unterhalt und Unterhaltsvorschuss oder wenigstens Schutz vor (Kinder-)Armut theoretisch bleiben. Und praktisch das Leben prägen.

Am 28. Februar 2013 hatte der Bundestag den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Unterhaltsvorschussgesetzes und anderer Gesetze (17/8802) in der vom Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geänderten Fassung (17/12488) verabschiedet. Damit können Alleinerziehende ab 1 ...

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