Hey Siri – spionierst du mir nach?

von Daniela Windelband

Zuletzt gab es viel Wirbel um die Sprachassistenzfunktion „Hey Siri“ und die „Live-Photos“ Funktion der neuesten iPhones 6s und 6s Plus. Grund genug für Datenschützer, einmal genauer hinzuschauen.

Die elektronische Assistentin kann in beiden neuen Modellen – nach entsprechender Einstellung, dazu gleich mehr – ohne Tastendruck, lediglich durch das Aussprechen des Befehls „Hey Siri“ aktiviert werden. Doch nicht jeder, der in Reichweite des iPhones ist, kann die Sprachassistenz aktivieren. Vor der erstmaligen Nutzung müssen Sie den Befehl „Hey Siri“ einsprechen. Alle folgenden Befehle werden mit dieser Aufzeichnung verglichen und nur bei einer Übereinstimmung startet „Hey Siri“. Soweit so gut, aber gleichwohl ist doch das Mikrofon ständig an und „horcht“. Ja, aber… muss man hier antworten. Die notwendige Daueraufnahme aller Geräusche und Gespräche erfolgt laut Apple ausschließlich auf dem Endgerät und nicht in einer Cloud. Darüber hinaus soll sie ständig überschrieben werden. Erst wenn das System aktiviert ist, werden Daten an Apple übertragen. Sprachdaten werden von Apple bis zu zwei Jahre aufgehoben; hiervon sechs Monate lang an einen zufälligen Identifikator gebunden. Wird Siri deaktiviert, soll die Verbindung zu dem Identifikator ebenso gelöscht werden, wie alle übertragenen Nutzerdaten (vgl. hier).

Aus datenschutzrechtlicher Sicht erfreulich ist, dass jeder Nutzer selbst entscheiden kann, ob er „Siri“ bzw. „Hey Siri“ überhaupt in Betrieb nehmen möchte ...

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