AG Bad Segeberg verurteilt am 5.2.2014 – 17 C 177/12 – nach Beweisaufnahme zur Zahlung fiktiver Verbringungskosten und Ersatzteilperisaufschläge.Az.: 17 C 177/12 vom 05.02.2014

von Willi Wacker

Hallo verehrte Captain-Huk-Leserinnen und -Leser,

nicht nur die Schadensposition „Sachverständigenkosten“ ist ein Kürzungsthema, sondern auch andere Positionen, die dem Unfallopfer nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall zustehen. So kürzen die eintrittspflichtigen Kfz-Haftpflichtversicherer mit Vorliebe auch de im Schadensgutachten aufgeführten Verbringungskosten und Ersatzteilpreisaufschläge (UPE-Zuschläge). Auch bei der fiktiven Abrechnung des Unfallsschadens sind diese zu erstatten, wenn sie bei der Reparatur in einer regionalen Markenfachwerkstatt üblicherweise anfallen. Um die Frage der Erstattungfähigkeit der im Gutachten aufgeführten Verbringungskosten und Ersatzteilpreiszuschläge entscheiden zu können, hat das erkennende Gericht eine Beweisaufnahme durchgeführt und ein Sachverständigen gerichtlich beauftragt, ein Gerichtsgutachten zu erstellen. Durch diese Beweisaufnahme mit gerichtlichem Gutachten wurde der Rechtsstreit für di unterlegene Partei richtig teuer. Ob sich dann der Rechtsstreit wegen 270,– € nicht regulierter Verbringungskosten und Ersatzteilpreisaufschläge für die Versicherung rechnet, wage ich zu bezweifeln. Auf jeden Fall ist ein solches Verhalteen unwirtschaftlich und stellt wieder einmal ein Vergeudung von Geldern der Versichertengemeinschaft dar. Lest aber das Urteil des AG Bad Segeberg selbst und gebt anschließend Eure Kommentare ab. Unter Betrachtung der Ausführungen des gerichtlich bestellten Sachverständigen zum Schwemmaterial bzw. zu den Kosten beim Hohlraumschutz kann der Geschädigte froh sein, dass der gerichtliche Sachverständige die UPE-Zuschläge und Verbringungskosten positiv bewertet hat ...

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