Laminat statt Teppich

Befindet sich in einer Mietwohnung ein Teppichboden, der wegen starker Abnutzung ausgetauscht werden muss, so darf die Vermieterin ihn nicht gegen den Willen der Mieterin durch einen Laminatboden ersetzen.

Im Rahmen der Erhaltungspflicht des § 535 Abs. 1 S. 2 BGB kann es geboten; und vom Mieter hinzunehmen sein, dass die Mietsache unwesentlich und ohne Wertverlust verändert wird. Andererseits ist der Vermieter gehalten, bei Beseitigung der Schäden möglichst den ursprünglichen Zustand der Mietsache wieder herzustellen1.

Der Einbau eines Laminats ermöglicht der Mieterin einen Gebrauch der Wohnung im gewohnten Umfang. Er verändert die Mietsache nicht grundlegend, sondern nur in einem Ausstattungsmerkmal, ohne dass hierdurch ein Wertverlust eintritt. Die Veränderung der Mietsache ist deswegen nicht „wesentlich“ i.S.d. § 535 Abs. 1 S. 2 BGB2. Eine „unwesentliche“ Änderung der Mietsache hat die Mieterin grundsätzlich hinzunehmen, es sei denn, ihr Interesse am Erhalt des ursprünglichen Zustandes überwiegt die Vermieterinteressen an der Vornahme der Änderung. Dies ist vorliegend jedoch nicht der Fall ...

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