§ 201a StGB Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen

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Frauenarzt erstellte heimlich Foto- und Videoaufnahmen von Patientinnen

Heute möchte ich ein interessanten Beschluss des BGH vom Februar 2015 vorstellen.

Ein Frauenarzt fotografierte und filmte im Behandlungszimmer seiner Praxis in einer Vielzahl von Fällen heimlich die gynäkologische Untersuchung seiner Patientinnen (1467 Bildaufnahmen!!), ohne dass für die bildliche Dokumentation der Untersuchung eine medizinische Notwendigkeit bestand.

Der BGH hat die Revision des Frauenarztes verworfen. Das Landgericht Frankenthal (Pfalz) hat den Frauenarzt u.a. wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs sowie wegen sexuellen Missbrauchs unter Ausnutzung eines Behandlungsverhältnisses in drei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Zudem wurde dem Arzt ein Berufsverbot hinsichtlich gynäkologischer Behandlungen für die Dauer von vier Jahren auferlegt.

Dieses Urteil ist nun rechtskräftig. Dies ist ein sehr drastischer Fall des § 201a StGB.

§ 201a Bundesgerichtshof,
Beschluss vom 26.02.2015 – 4 StR 328/14

§ 201a StGB Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer

1. von einer anderen Person, die sich in einer Wohnung oder einem gegen Einblick besonders geschützten Raum befindet, unbefugt eine Bildaufnahme herstellt oder überträgt und dadurch den höchstpersönlichen Lebensbereich der abgebildeten Person verletzt, 2 ...Zum vollständigen Artikel


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