Das Internet der Dinge

von Sven Venzke-Caprarese

Das „Internet der Dinge“ ist ein nicht mehr aufzuhaltender Technologiemegatrend, der auch das gesellschaftliche Zusammenleben in Zukunft erheblich beeinflussen wird. Die datenschutzrechtlichen Auswirkungen auf den Einzelnen sind dabei noch kaum absehbar, hängen sie doch stark mit der tatsächlichen Umsetzung dieser sich in der Entwicklung befindlichen Technologie zusammen. Dieser Beitrag, der auf einen Vortrag des Autors bei der DSRI-Herbstakademie 2015 zurückgeht und auch im entsprechenden Tagungsband veröffentlicht wurde, versucht darzustellen, was unter dem Begriff „Internet der Dinge“ zu verstehen ist und beschreibt, welche Gefahren für die Rechte der Betroffenen von einer immer weiter voranschreitenden Digitalisierung des Alltags ausgehen. Der Beitrag zeigt darüber hinaus Möglichkeiten auf, das „Internet der Dinge“ datensparsam zu „designen“ und als Unterstützung in bestimmten Lebenssituationen zu verstehen. Abschließend wird die Frage der Erforderlichkeit einer Anpassung aktueller Rechtsvorschriften gestellt.

1. Was ist das Internet der Dinge?

Betrachtet man aktuelle Prognosen aufstrebender Technologietrends, ist der Begriff „Internet der Dinge“ nicht mehr wegzudenken.[1] Auch weitere Themen, die eng mit dem „Internet der Dinge“ zusammenhängen, befinden sich im Aufschwung. Von Smart Cities und Industrie 4.0 über Smart Grids, Smart Homes und Connected Cars bis hin zum Ambient Assisted Living. Gleich in mehreren Lebensbereichen scheint sich eine technologische Revolution anzukündigen – doch was steckt dahinter?

Der Begriff „Internet der Dinge“ an sich ist nicht neu und wird bis in das Jahr 1999 zurückgeführt.[2] Hinter dem Begriff steht die Vision, Alltagsgegenstände der physischen Welt mit der digitalen Welt zu verknüpfen. Um dies zu erreichen, werden Gegenstände mit Kommunikationsmodulen ausgestattet, die es erlauben, Informationen, etwa per Funk, zu senden und/oder zu empfangen ...

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