Justizminister gegen Generalbundesanwalt: Ein Schurkenstück!

von Heidrun Jakobs

Rums! Das hat gesessen. Der Bundesjustizminister Heiko Maas feuerte seinen Generalbundesanwalt. Das hat es wohl auch noch nicht gegeben.

Im dem Ermittlungsverfahren gegen die Netzpolitik Journalisten hatte sich der Generalbundesanwalt mit seiner Pressemitteilung von heute morgen mutig aus dem Fenster gelehnt. Er hatte dem Justizminister vorgeworfen, politische Einflussnahme auf das laufende Ermittlungsverfahren genommen zu haben. Das von Range bereits beauftragte Gutachten habe zwar bestätigt, dass der Vorwurf „Landesverrat“ zutreffe, Maas habe jedoch angewiesen, das Gutachten in die Tonne zu treten. Dem sei Range dann auch nachgekommen, so in etwa lautete die Pressemittelung, die Range veröffentlichte.

Range konnte natürlich die öffentliche Kritik in den letzten Tagen nicht auf sich sitzen lassen, Er war wohl empfindlich in seiner Ehre gekränkt und weigerte sich, das Bauernopfer dieser Affäire zu geben mit Frontalkurs zu Maas. Hätte er mal in der NSA-Affaire auf die gleiche Art und Weise reagiert, hätte Deutschland heute ein Problem weniger. Aber nein, zu jener Zeit war der noch braver Söldner, der sich stets daran hielt, was die Kanzlerin von ihm erwartete. Zu jener Zeit ging es für ihn auch nicht unter die Gürtellinie.

Jetzt aber war das anders. Range hatte nichts mehr zu verlieren und schlug zurück. Und das tat er mit Recht, unabhängig von seinen Beweggründen ...

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